Blue Flower

Als eines Tages Baumaschinen vor ihrer Haus- und Stallanlage unweit des Meeres an der Küste Sardiniens auftauchen, versteht Anna die Welt nicht mehr. Auf ihrem abgelegenen Stück Land, das einst ihrem verstorbenen Vater gehört hat, soll ein luxuriöser Hotelkomplex entstehen. Die junge Hirtin und Bäuerin, die sich nach einer gescheiterten Ehe in Mailand in ihre Heimat zurückgezogen hat, um mit einer kleinen Ziegenherde Käse für den lokalen Markt zu produzieren, beginnt einen schier aussichtslosen Kampf um ihre Existenz und den Schutz der Natur.

Inspiriert von wahren Ereignissen, die sich vor 15 Jahren an der Küste Sardiniens abspielten, erzählt Marco Amenta von einer mutigen Frau, die sich gegen die Macht des Geldes wehrt.

Herausragend Rose Aste in der Titelrolle, die alle Facetten von Annas Charakter mit unglaublicher Intensität verkörpert.

Special Gast: Regisseur Marco Amenta

Kino BABYLON
Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178  BERLIN

Immer da, wo menschliche Interaktion ins Spiel kommt, wo es um Interpretation und Sinn geht, kommt ChatGPT an seine Grenzen. Diesem Thema widmet sich die Konrad-Adenauer-Stiftung in ihrer Publikation "3 Jahre ChatGPT eine -Zwischenbilanz".

Johannes R. Hampel ist Dolmetscher und setzt auf ChatGPT – jedoch nur in der Vorbereitung und bei standarisierten Aufgaben. Warum ChatGPT nicht darüber hinaus gehen kann, erklärt er im folgenden Interview:
 
 

Im November 2022 stellte OpenAI erstmals ChatGPT-3 einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Anwendung millionenfach heruntergeladen und ausprobiert. Dabei überwiegt die private Nutzung vor allem durch jüngere Menschen, während Unternehmen bis heute das Sprachmodell eher zögerlich und explorativ einsetzen.

Mit den Interviews auf dieser Projektseite gehen wir der Nutzung des Sprachmodells sowie den damit verbundenen gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Ursachen wie Folgen nach. Einerseits umfassen diese Einschätzungen von Expertinnen und Experten zu den Themen Technik, Ökonomie, Arbeit, Regulierung und Nachhaltigkeit. Andererseits berichten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem praktischen Umgang mit ChatGPT in konkreten Anwendungsfällen, wie dem Krankenhaus, der Versicherungswirtschaft, der Übersetzung, dem Journalismus und der Wissenschaft.

https://www.kas.de/de/3-jahre-chatgpt

 

 

LIVESTREAM:

Dacia Maraini »Ein halber Löffel Reis. Kindheit in einem japanischen Internierungslager« - YouTube

Dacia Maraini: Ein halber Löffel Reis. Kindheit in einem japanischen Internierungslager. Die Autorin im Gespräch mit Miku Sophie Kühmel. Es liest Sabine Falkenberg. In italienischer und deutscher Sprache, konsekutiv gedolmetscht durch Johannes Hampel. Kunstquartier Bethanien, Kreuzberg, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin 

Dacia Maraini ist fast 90 Jahre alt. Und fast ebenso lange hat sie gebraucht, um schmerzliche Kindheitserinnerungen zu Papier zu bringen: Gemeinsam mit ihrer Familie wurde sie 1943 in Japan interniert, nachdem sich ihre Eltern Fosco und Topazia Maraini geweigert hatten, Mussolinis Repubblica di Salò anzuerkennen. Das kann Japan, als mit den faschistischen Regimes in Italien und Deutschland verbündete Macht, nicht hinnehmen und die Marainis werden, gemeinsam mit anderen italienischen Familien, in ein Gefangenenlager gebracht.

Die siebenjährige Dacia ist der Kälte, den Parasiten und dem Sadismus der Wachen ausgesetzt, sie ernährt sich von Reis und Ameisen. Während die Mutter versucht, die bröckelnde Solidarität der Gruppe zu kitten, hackt sich der Vater in der Tradition der Samurai einen Finger ab, als Akt verzweifelter Selbstbehauptung.

Doch was ein auswegloser Gefängnisbericht sein könnte, verwandelt Dacia Maraini immer wieder in solidarische Momente des Zusammenhalts und beschreibt mit großer Zärtlichkeit, wie die  japanische Sprache und Kultur trotz allem ihre Kindheit geprägt haben. Darüber spricht Dacia Maraini mit der Autorin Miku Sophie Kühmel. Es liest Sabine Falkenberg.

In italienischer und deutscher Sprache, konsekutiv dolmetscht Johannes Hampel.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Istituto Italiano di Cultura / Italienisches Kulturinstitut.

Dacia Maraini »Ein halber Löffel Reis. Kindheit in einem japanischen Internierungslager«, Folio 2025

Der Runde Tisch bietet eine Diskussionsmöglichkeit über psychische Gesundheit und Psychiatrie. Ausgehend vom Werk des italienischen Psychiaters Franco Basaglia stehen die engen Beziehungen zwischen den Protagonisten der Psychiatrie-Reform des letzten Jahrhunderts im Mittelpunkt der Diskussion. Unterschiedliche Ansätze und inhaltliche Kontroversen werden in der Diskussion zur Sprache kommen. Während die Psychiatriereform in Italien von einem radikalen institutionellen Wandel geprägt war, setzte sich in Deutschland ein krankenhauszentrierter Ansatz durch. Heute sind beide Länder mit neuen sozialen und gesundheitlichen Herausforderungen konfrontiert. Die Referenten diskutieren über die Aktualität und Relevanz von Basaglias Denken und Praxis in der heutigen Zeit.

Dienstag, 18. November 2025
18.30 Uhr
Istituto Italiano di Cultura di Berlino, Hildebrandstr. 2, 10785 Berlin

Runder Tisch mit
Alberta Basaglia, Mario Colucci, Pierangelo Di Vittorio, Thomas Becker, Gudrun Weissenbron, Jörg Utschakowski, Kirsten Maria Düsberg

Moderation
Luciana Degano-Kieser

Einführung
Amelia Massetti

Anmeldung erforderlich über Eventbrite: https://franco-basaglia.eventbrite.it 

Auf Italienisch und Deutsch mit Simultanübersetzung

Organisation
Artemisia e.V., Salutare e.V.

Zusammen mit
Psychiatrie Verlag Kuratorin

Kuratorin
Luciana Degano Kieser

Finanziert von
Istituto Italiano di cultura; PMG GmbH /FAW.

Empfang
Comites Berlin-Brandenburg und Salutare e.V. Schirmherrschaft

Unter der Schirmherrschaft von
Comites Berlino-Brandeburgo und A Livraria-MondoLibro

 

09. September 2025, 19.00 Uhr: Der Liberalismus und seine KritikerWarum haben konservative Christen Schwierigkeiten mit dem Liberalismus? Zentrum Liberale Moderne. Mit Chantal Delsol, Thomas M. Schmidt und Jarosław Kuisz. Ort: Katholische Akademie in Berlin, Hannoversche Str. 5, 10115 Berlin

EINLADUNG

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Liberalismus ist in der Krise – politisch, aber auch intellektuell. In unserer neuen Reihe „Der Liberalismus und seine Kritiker“, die in das Editionsprojekt „Vordenker der liberalen Moderne“ eingebettet ist, wollen wir uns mit Kritiker/innen des Liberalismus auseinandersetzen und damit auch seine blinden Flecken in den Blick nehmen.

Gemeinsam mit der Katholischen Akademie Berlin beschäftigen wir uns dieses mal mit dem spannungsreichen Verhältnis von Liberalismus und Christentum. Zu diesem Thema konnten wir die renommierte Historikerin, Philosophin und Autorin Chantal Delsol gewinnen – eine der profiliertesten Intellektuellen Frankreichs und eine ausgewiesene Expertin für die Entwicklung politischer Ideen im Spannungsfeld von Religion und Moderne. Mit ihr diskutiert der Frankfurter Philosoph und Theologe Thomas M. Schmidt, Professor für Religionsphilsophie an der Goethe Universität Frankfurt. Moderiert wird das Gespräch von unserem Senior Fellow und Autor Jarosław Kuisz.

Eröffnet wird die Veranstaltung durch Joachim Hake, Direktor der Katholischen Akademie, und Ralf Fücks (LibMod).

Mit unseren Gästen wollen wir der Frage nachgehen, was Christentum und Liberalismus heute verbindet oder trennt. Insbesondere das Verhältnis von Liberalismus und Katholischer Kirche war bis in die Nachkriegszeit eher von Gegnerschaft als Gemeinsamkeit bestimmt. Heute stehen Christentum und Liberalismus in verschiedener Weise unter Druck, was sie in die gemeinsame Situation versetzt, blinde Flecken ihres Selbstverständnisses auszuleuchten und überraschende Allianzen auszuloten.

Wir laden Sie herzlich ein, an diesem Fachgespräch teilzunehmen und gemeinsam über die Zukunft des Liberalismus nachzudenken. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung statt.

Im Anschluss laden wir zu einem Empfang ein.

Bitte melden Sie sich unter dem Anmeldelink an.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Herzliche Grüße,
Ihr Ralf Fücks und Joachim Hake